Aktuell

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt
Ich schreibe diese Zeilen Ende Juni bei gefühlt 40° und daher, im Schweisse meines Angesichts.
Der Grund für die frühe Eingabe liegt einerseits an meinem Urlaub, der Anfang Juli beginnt aber auch daran, dass, das «reformiert.» eine doch eher lange Redaktionszeit benötigt.
Meine Frau und ich werden diesen Sommer mit Sack und Pack an die französische Nordküste wandern. Einen Traum, den wir uns erfüllen können und der schon lange in uns schlummert. Doch was wird uns alles begegnen auf dieser Reise, welche Hindernisse werden wir meistern müssen und bleibt die Gesundheit so, dass es überhaupt möglich ist, was wir Vorhaben?
Diese Fragen begleiten mich nicht nur in Bezug auf dieses «Abenteuer», sondern schon mein ganzes Leben lang. Wir sind ja alle immer unterwegs, mal wortwörtlich und manchmal sprichwörtlich. Aber das Leben ist ein einziger Weg von der Wiege bis zum Grab. Alle Entscheidungen, welche man dabei treffen muss, alle Abzweigungen für die man sich entscheiden muss und auch alles, was man liebsten Rückgängig machen würde, bestimmen nicht nur unseren Weg, sondern machen uns auch zu der Person, die wir sind.
Und manchmal steht man auf so einem Lebensweg vor einem Hindernis, dass unüberwindbar scheint. Zurück kann man nicht aber der Weg nach vorne scheint auch unmöglich.
Doch irgendwann, vielleicht nicht heute oder morgen, zeigt sich doch ein Weg, den wir gehen können. Ein Weg, welcher uns aufgetan wird von dem Herrn, der uns versprochen hat bei uns zu sein bis ans Ende aller Tage.
Und ich bin mir gewiss, dass er uns durch alle Hindernisse, Trübsal und Schwierigkeiten, aber auch bei allem Schönen und erfreulichem, einfach unsere ganzen Leben lang begleitet, bis hin zu unserem Ziel.
Oder mit den Worten von Joseph Eichenfeld ausgedrückt:
«Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
den schickt er in die weite Welt,
dem will er seine Wunder weisen
in Berg und Tal und Strom und Feld.
Die Bächlein von den Bergen springen,
die Lerchen schwirren hoch vor Lust;
was sollt ich nicht mit ihnen singen
aus voller Kehl und frischer Brust?
Den lieben Gott lass ich nur walten,
der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
und Erd und Himmel will erhalten,
hat auch mein Sach aufs Best bestellt.»
Gottes Segen wünscht Ihnen Pfarrer Samuel Gerber
Rückblick
Seniorenferienwoche 14. – 20. September 2026 Lenzerheide
Leiterteam: Anna Lang Sozialdiakonin, Kirchgemeinde Bürglen
Christine Bucher, Mitglied Kirchgemeinderat Bürglen, Ari Lee, Pfarrerin Kirchgemeinde Bürglen
Anzahl Teilnehmer*innen: 25
Unterkunft in der Lenzerheide: Hotel Sunstar, 7078 Lenzerheide.
In unmittelbarer Nähe der Kirchen, Bushaltestelle, „roter Sportbus“, „Eichhörnli- Wald“ Richtung Heidsee - wie gewohnt - ideal gelegen für Ausflüge! Die Zimmer waren gut eingerichtet und geräumig. Das Hotel hatte nebst Hallenbad auch Räume für Morgenandacht, Informationen, Lottomatch – alles schön und geräumig für unsere grosse Gruppe.
Montag 14. Sept. 2026, Anreise mit Bus der Fa. Schneider:
Alle Teilnehmer wurden in der Nähe ihres Wohnortes vom komfortablen Reisebus mit Chauffeur „Urs“ abgeholt – super Planung mit notabene 15 Abhol-Destinationen! Die Reise ging dann ab Nidau via Biel auf die Autobahn A1, Abzweigung vor Zürich in Richtung Chur mit Kaffeepause in der Autobahnraststätte „Glarnerland“. Danach weiter dem Walensee entlang - Umfahrung von Chur - um dann die Lenzerheide von Süden her zu erreichen. Im Hotel Sunstar konnten in kurzer Zeit alle ihre Zimmer beziehen und die Gegend rund ums Hotel etwas erkunden. Abendessen gab es wie üblich in den Seniorenferien um 18 Uhr. Nach dem Essen erfolgte eine „Begrüssungsrunde“ und Informationen über das Wochenprogramm. Danach verblieb für einige noch genügend Zeit für einen Jass oder Besuch der Hotelbar.
Dienstag 15. Sept. 2026, Rundgang mit Erklärungen durch das Dorf Lenzerheide
Nach dem Morgenessen war für jeden Tag um 09h45 eine Andacht von Ari Lee eingeplant, mit Unterstützung durch Christine Bucher. Ari hat sich hierzu immer gut vorbereitet und die Themen dem Tagesprogramm angepasst. Zum Abschluss der Andacht wurden einige passende Lieder gesungen und Anna informierte über das Tagesprogramm. Um 10h30 war Besammlung vor dem Hotel, wo uns ein ortskundiger Führer erwartete um uns Lenzerheide von der Vergangenheit bis zum heutigen Stand erklärte und dies mit vielen Bildern auch zeigte. Zu Fuss und teilweise mit dem roten Bus ging es dann durch den „Eichhörnli-Wald“ zum Heidsee, wo die Mittagsrast mit Verpflegung vom dortigen Kiosk stattfand. Zurück ging es je nach individuellem Bedürfnis mit Bus oder wieder zu Fuss in unser Hotel. Wie üblich, gab es ab 18h Uhr im Sunstar-Hotel ein feines Nachtessen.
Mittwoch 16. Sept. 2026, Spaziergang nach Lantsch
Nach dem Morgenessen und etwas verkürzter Andacht war 10h30 Besammlung vor dem Hotel. Die Wanderung nach dem Ort Lantsch führte uns meist über einen guten, sauberen Kiesweg. Wer nicht die ganze Strecke marschieren wollte, konnte unterwegs auch den Bus bis ins Dorf nehmen. Die individuelle Wahl wurde sehr geschätzt! In Lantsch gab es im „Antiquitätencafé“ ein Zvieri; jeder konnte nach eigener Wahl im Rahmen des Budgets etwas bestellen und geniessen. Die meisten gingen dann mit dem Postauto zurück nach Lenzerheide. Wir hatten Glück mit dem Wetter, so dass einige den Weg zurück wiederum zu Fuss machten.
Donnerstag 17. Sept. 2026, Ausflug aufs Rothorn-Scharmoin
Nach dem Frühstück und Andacht wurden einige Lieder gesungen und „Dona Nobis“ als Kanon eingeübt …. Danach ging es zu Fuss via Dammweg zur Talstation der Rothorn- Gondelbahn Stufe 1. Da die Höhendifferenz zur Station „Scharmoin“ nur ca. 500m beträgt, wagten sich alle Teilnehmer diese kurze Fahrt zu machen. Oben angekommen gab es einige Informationen über die Lage und wo später der Lunch eingenommen wird. Bei der Wanderung zu einem kleinen See weiter oben konnten entlang der Skipisten die vielen Schneekanonen bestaunt werden. Da der letzte Teil des Weges etwas steil war, kehrten einige bereits früher um und spazierten gemütlich zum Restaurant Scharmoin. Zum s.g. Lunch gab es vor allem Flammkuchen in x-Variationen, serviert von einer witzigen schnellen Kellnerin. Zurück ging es dann wieder mit der Gondelbahn zum Heidsee und mit dem Sportbus ins Hotel. Natürlich gingen auch einige zu Fuss den etwas langen Weg hinunter. Entgegen Ansage war am ganzen Tag schönes Wetter.
Freitag 18. Sept. 2026, Besichtigung Alpkäserei Parpan, Spazierweg nach Valbella
Nach dem Morgenessen und Andacht, ging es mit dem Postbus zuerst bis Parpan-Post. Danach zu Fuss hinauf zur Alpkäserei Parpan. Da der Weg zum Teil etwas steil war, wurden einige per Auto hochgefahren. Vor dem Käsereigebäude wurden wir von einem sehr kompetenten Herrn begrüsst, nicht etwa einem Käser, sondern Tier-Arzt, der uns sehr ausführlich erklärte, wie auf der Alp gewirtschaftet wird und Alp-Milch und schluss-endlich Alp-Käse entsteht. Im „Käserhaus“ durften wir dann an bereits vorbereiteten Tischen Platz nehmen und die verschiedenen Käsesorten von Mild über Halbhart bis zum Hartkäse degustieren. Danach konnten wir auch die sehr moderne Käserei und das automatisierte Käselager besichtigen, auch bestand die Gelegenheit, Alpkäse zu kaufen.
Danach erfolgte der Abstieg nach Valbella und von dort mit dem roten Sportbus zurück in unser Hotel. Auch an diesem Tag hatten wir den ganzen Tag schönes Wetter, so dass wiederum einige unentwegte Wanderer den ganzen Weg zu Fuss zurück gingen. Danach erfolgte zum Abschluss das zur Tradition gewordene Lottospiel mit vielen kleinen Geschenken an die jeweiligen Gewinner.
Samstag 19. Sept. 2026, Ausflug nach Acia Grischuna,
Morgenessen, Andacht und „Abendmahl“ für einmal am Morgen. Ari hat alles vorbereitet und jedem persönlich Brot und Wasser überreicht, wie es in der Bibel steht. Danach verabschiedete sich Ari, da sie als Pfarrerin am Wochenende „Dienst“ hatte. Weiter wurde programmgemäss ein Gruppenfoto vor dem Sunstar-Hotel gemacht. Mit dem Sportbus startete dann der Ausflug zur Talstation vom Sessel-Lift „Tgantieni“. Ein Teil der Teilnehmer benützte diesen Lift hinauf nach „Arcia Grischuna“; die anderen nahmen den steilen Weg hinauf in Angriff, vorbei an den Speicherseen, welche für den Betrieb der Schneekanonen im Winter vorgesehen sind. Oben war ein Mittagslunch im Restaurant „Arcia Grischuna“ eingeplant. Wiederum bei schönstem Wetter konnten Speis und Trank sowie die Aussicht auf die Berge genossen werden. Zurück ging es für die meisten Teilnehmer wieder mit dem Sessellift. Eine kleine Gruppe nahm den Abstieg aber via den originellen „Globiweg „unter die Füsse bis runter zum Heidsee und von dort dem Bach entlang zurück ins Hotel Sunstar. Nach dem Abendessen im Hotel, wurde nach kurzer Information dem Leiterteam je ein Präsent übergeben und die vorzügliche Organisation sowie Durchführung der Ferienwoche in der Lenzerheide mit grossem Applaus bestens verdankt!
Sonntag 20. Sept. 2026, Rückreise via Chur, Rest. Rössli Illnau, Kloten, Baden usw.
Der Reisebus stand bereits vor 10-Uhr vor dem Hotel bereit, um das Gepäck einzuladen, sortiert nach Aussteigeort. Die Fahrt ging diesmal durch viele Kurven hinab nach Chur und von dort dem Walensee entlang via Pfäffikon, Rapperswil, Effretikon nach Illnau, wo im schattigen Garten des Restaurant Rössli das Mittagessen eingeplant war. Weiter ging dann die Fahrt via Kloten, Baden auf der Autobahn bis nach Biel bzw. Nidau um die Teilnehmer an ihrem ursprünglichen Einsteigeort, aber in umgekehrter Reihenfolge aussteigen zu lassen.
Besten Dank dem Leiterteam mit Anna Lang, Christine Bucher und Ari Lee, sowie unserem erfahrenen prima Busfahrer „Urs“ für die umfassende Planung und Durchführung der Seniorenferien Lenzerheide 14. – 20. September 2026!
Bericht:
Samuel Hügli