Ein herzliches Dankeschön

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Das Handeln unserer Freiwilligen im Besuchsdienst drückt für mich in einer liebevollen Art und Weise das aus, was uns auch im Evangelium geschildert wird. In Matthäus 25,35 sagt Jesus: «Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.» So verweist er darauf, dass wir alles, was wir einem Menschen tun, auch ihm getan haben. Das stimmt nachdenklich und stellt uns, wollen wir diese Worte ernst nehmen, in unsere Verantwortung. Einerseits uns selbst, andererseits einander gegenüber.

Was ist das, was die Freiwilligen in unserem Besuchsdienst zum Teil seit vielen Jahren tun? Im Hintergrund, leise und beständig. Mit viel Liebe: Menschen besuchen und begleiten. Manchmal handelt es sich bei den Besuchten um Menschen, die niemanden mehr haben, die froh und dankbar sind für ein bisschen Abwechslung in ihrem Alltag. Da kommt jemand, der ein wenig Lebenszeit mit ihnen teilt; denn Zeit, davon ist genug vorhanden. Ein Spiel spielen, einen Kaffee trinken und einen Schwatz halten, einen Spaziergang machen, etwas vorlesen oder einfach nur da sein. Miteinander teilen. Freude und Leid. All das, was zu diesem letzten Lebensabschnitt dazugehört.

Ich bin beeindruckt von dieser Art der Wertschätzung, die die Freiwilligen – auch in anderen, nicht weniger wichtigen Einsätzen –  anderen Menschen gegenüber zum Ausdruck bringen. Was wäre die Kirche ohne sie? Ohne diese stillen Helfer, die Liebe und Wärme, Abwechslung und oft ein Stück Welt zu den Besuchten tragen.

Wie wichtig es ist, Kontakte zu pflegen und zu halten, ist uns wohl in diesem Jahr besonders bewusst geworden. Als auf einmal die Türen zu und die Besuche untersagt waren. Wer konnte, telefonierte. Doch gerade das war Alten und Kranken aus gesundheitlichen Gründen nicht immer möglich, und viele von ihnen litten unter der Isolation und den grossen Einschränkungen.

Wir sind sehr froh darüber, dass ihr vom Besuchsdienst wieder «live» im Einsatz seid und möchten uns an dieser Stelle von Herzen bei euch bedanken! Danke für eure Zeit und euer wertvolles Engagement. Und für all die bereichernden Momente und Augenblicke des regelmässigen Austausches, die wir hatten.

Ende des Jahres verlasse ich nun die Kirchgemeinde, um mich einer neuen Herausforderung zu stellen. Ich wünsche euch und allen anderen Freiwilligen in der Kirchgemeinde weiterhin viel Freude bei euren Einsätzen. Und um mit einem Bibelvers abzuschliessen: «Denn was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.»

Bettina Schwenk